Die Unterrichtsmodule

„Lebensträume“ und „Lebensträume II“

Um die emotionale Wirkung der Kernveranstaltung zu verstärken und das Erlebte zu festigen, werden die Klassenleiter gebeten, die Veranstaltung vor- und nachzubereiten. Dazu wird eine Mappe mit Anregungen für zwei Unterrichtsmodule a 20 Minuten angeboten.

Das Lehrermedium - in der Anzahl der teilnehmenden Klassen - erhalten Schulen, die eine Veranstaltung CrashKurs MV planen. Die Mappe umfasst zwei unterschiedliche Arbeitsbögen (je 15 Stück) für Partnerarbeit der Schüler sowie eine Handreichung für die Lehrerin/ den Lehrer.

Die Vorbereitung: Lebensträume

Das Unterrichtsmodul soll eine Woche vor der Kernveranstaltung eingesetzt werden.

Die Akteure auf dem Arbeitsblatt sind ein junges Pärchen: Maja und Paul. Die Schülerinnen und Schüler füllen in Partnerarbeit den Bogen aus: Welches Verhältnis hat Maja zu Paul? Welche Hobbys übt sie aus? Welche Musik hört Paul? Selbstverständlich müssen die Schülerinnen und Schüler dabei spekulieren: Aber machen wir uns nicht ständig ein Bild von Menschen, selbst wenn wir sie nur sehr oberflächlich kennen? Die Schülerinnen und Schüler diskutieren zu zweit und arbeiten so zwei Persönlichkeiten heraus im gleichen Alter wie sie selbst.

Als letztes schreibt jeder seinen privaten „Lebenstraum“ auf ein „Post-it“. Diese werden bei der Kernveranstaltung „CrashKurs MV“ auf einen heliumgefüllten Ballon geklebt.

Die Nachbereitung: Lebensträume II

Nicht allzu lange nach der Kernveranstaltung wird das Arbeitsblatt „Lebensträume II“ eingesetzt.

In einem fiktiven Zeitungsbericht erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Paul einen Unfall verursachte, den er ohne Schaden überstanden hat, seine Freundin Maja aber seitdem an einen Rollstuhl gefesselt ist.

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten nun unter dem Eindruck dieser Geschichte, was sich im tagtäglichen Leben und bei der Lebensplanung der beiden durch den Unfall verändert haben könnte.

Aktueller Anlass

Einen tragischen Unfall hautnah miterleben

Den ersten „CrashKurs MV“ eröffnete am 09. Januar in der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung in Schwerin Innenminister Lorenz Caffier.

Viele der 240 Schülerinnen und Schüler zeigten sich emotional stark berührt von den persönlichen Berichten des CrashKurs-Teams über tragische Verkehrsunfälle aus unserer Region. René Kulow (Polizeibeamter), Stefan Krömer (Feuerwehrmann), Christopherus Baumert (Seelsorger), Dr. Gernot Rücker (Notfallarzt) sowie Ottmar und Kerstin Saffan (Eltern des tödlich verunfallten Manuel) appellierten gemeinsam mit Anke Wedlich (Polizeibeamtin) an die jungen Leute sich im Straßenverkehr regelkonform zu verhalten.